Soziale Netzwerke scheinen sich eine neue Aufgabe gesetzt zu haben: Günstige Telefonie unter ihre Nutzer zu bringen. Nachdem bereits die Netzwerke Lokalisten und wer-kennt-wen als Vertreter in Deutschland einen Tarif auf den Markt gebracht haben, folgt ihm nun die Gruppe schuelerVZ, studiVZ und meinVZ. Die Netzwerke richten sich jeweils an Schüler, Studierende und Berufstätige und haben alle seit ihrem Start hohe Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Mit dem Tarif wollen sie es ihren Mitgliedern ermöglichen, günstig miteinander zu telefonieren und weitere Funktionen mit dem Handy zu benutzen.
Der Prepaid-Tarif, den die drei Netzwerke auf die Beine gestellt haben, heißt VZmobil. Das Start-Paket mit der SIM-Karte kostet 5€ und enthält bereits ein Startguthaben von 1€. Damit kann man experimentieren und testen, ob das Paket gefällt – danach muss es aufgeladen werden. Erhältlich ist das Start-Paket entweder unter VZmobil.net oder bei der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann. Auf der Startseite jeder Community findet sich zur Zeit ein Hinweis auf einen weiterführenden Link, unter dem man mehr über das Angebot erfahren kann.
VZmobil stützt sich auf das O2-Netz. Damit ist mittlerweile eine flächendeckend gute Erreichbarkeit garantiert – sowohl für die Telefonie als auch für das mobile Internet. Lediglich in ländlichen Gebieten kann es vorkommen, dass man in ein Funkloch gerät. Allgemein ist der Empfang jedoch zufriedenstellend.
Die Preise richten sich an das Publikum, das die Netzwerke bedienen: Schüler, Studenten und junge Menschen, die gerade erst berufstätig geworden sind. Für ein Gespräch ins deutsche Festnetz sowie eine SMS zahlt man 0,09€ – das erinnert an die Preise, mit denen auch die anderen günstigen Prepaid Anbieter im deutschen Raum werben. MMS unterstützt VZmobil ebenfalls und verlangt dafür 0,39€. Eine Mailbox-Abfrage ist zwar möglich, über den Preis ist allerdings noch nichts bekannt.
Das mobile Internet unterstützt der Prepaid-Tarif ebenfalls. Eine Besonderheit an VZmobil ist, dass auf den VZ-Seiten generell kostenlos gesurft werden kann. Das hängt mit der Entstehungsgeschichte zusammen – vor allem seitens schülerVZ wird seit geraumer Zeit der Wunsch danach geäußert, vom Handy aus günstig oder kostenlos das Netzwerk besuchen zu können. Das mobile Internet stellt der Tarif entweder in Form einer Einzelabrechnung oder einer Flatrate zur Verfügung. Bei der Einzelabrechnung zahlt man pro Megabyte 0,24€. Die Handy-Internet-Flatrate kostet im Monat 10€ und beinhaltet 200 MB HSDPA-Nutzung. Die Nutzung von GPRS, wo der HSDPA-Standard nicht zur Verfügung steht oder bereits ausgelastet ist, ist kostenlos.
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