Congstar ist eine Tochtergesellschaft des deutschen Mobilfunknetzbetreibers T-Mobile. Das Unternehmen agiert als ein sogenannter Mobilfunkdiscounter – dies sind Anbieter, die ihre Leistungen primär über das Internet vermarkten, auf eine ausgereifte Einzelhandelsstruktur komplett verzichten und dadurch ihre im Vergleich zu anderen Anbietern günstigen Leistungen finanzieren können.
Congstar-Tarife lassen sich auf Grund ihrer Preisstruktur ideal als eine Zweitkarte nutzen. Der Gedanke dabei sieht wie folgt aus: Vertragskunden, beispielsweise von T-Mobile, Vodafone D2 oder einem ähnlichen Anbieter, erhalten im Zuge des Vertragsabschlusses bzw. der Vertragsverlängerung regelmäßig ein vergünstigtes Mobiltelefon. Diese Handys sind in der Regel nicht durch einen sogenannten SIM-Lock, also eine Sperre, die den Betrieb mit einer anderen SIM-Karte als der ursprünglich erworbenen verweigert, eingeschränkt. Folglich kann neben der vom Anbieter erhaltenen Karte eine weitere mit dem Handy genutzt werden.
Vertragstarife stellen sich im Vergleich zum Congstar-Prepaid-Tarif nun in der Regel als wesentlich kostenintensiver heraus. Sollen beispielsweise sehr hohe Grundgebühren oder Paketpreise vermieden werden, fallen die Gesprächskosten und die Preise für das Versenden von SMS meist sehr hoch aus. Nur selten kostet ein einminütiges Telefonat in ein Fremdnetz hier weniger als 50 Cent. Besitzer einer Congstar-Prepaid-Karte zahlen hingegen gerade einmal 9 Cent – sowohl für eine Gesprächsminute (unabhängig vom Netz, in welches telefoniert wird) als auch für eine verschickte Kurzmitteilung.
Der naheliegende Gedanke gestaltet sich also wie folgt: Anstelle der eigentlichen, im Rahmen der Vertragsschlusses erworbenen SIM-Karte, kann der Anwender auch eine Congstar-Prepaid-Karte benutzen. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: Anstelle der vergleichsweise hohen Kosten des Vertragstarifs, zieht der Kunde Vorteile aus den günstigen Gesprächs- und SMS-Preisen von Congstar. Gleichzeitig erhält er durch den Vertrag ein Mobiltelefon zu einem vergünstigten Preis. Auf ein solches müssen Congstar-Kunden nämlich verzichten – für den einmaligen Preis von 9,99 € erhalten diese nur die Congstar-Prepaid-Karte, welche sie in einem anderen Handy verwenden können.
Natürlich darf nicht vergessen werden, dass regelmäßig die festen Kosten des Mobilfunkvertrags in Form einer Grundgebühr oder eines Paketpreises anfallen. Allerdings ist es heutzutage bei fast jedem Anbieter möglich, seinen Tarif nach spätestens drei Monate „herunterzuschalten“, also in einen anderen Tarif mit einem niedrigeren Festpreis zu wechseln. So wird dieser dauerhaft so gering wie möglich gehalten, gleichzeitig konnte der Kunde aber ein subventioniertes Mobiltelefon erwerben, dass er nun mit Congstar-Prepaid nutzt, um so von den günstigen Gesprächs- und SMS-Preisen Gebrauch zu machen.
Für den Fall, dass auch die Congstar-Karte einmal nicht benutzt werden sollte, also beispielsweise dann, wenn der Nutzer im Urlaub ist, entstehen übrigens keine unnötigen Kosten. Congstar-Prepaid ist weder mit einem Mindestumsatz, noch mit einer ähnlichen fixen Gebühr verbunden und setzt keine Mindestnutzungslaufzeit voraus.
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